Streetart in Berlin Teil 1

Berlin ist die Hauptstadt der Street Art. Einst als Protest oder politische Botschaft geboren, sind Graffiti zu einem festen Bestandteil der urbanen Landschaft geworden. Berliner Ecken zeigt die buntesten Häuser der Hauptstadt.

Stree Art hat in Berlin eine lange Tradition. Sowohl im Ostteil als auch im Westteil der geteilten Stadt sprühen Künstler seit den 70ern auf die Hauswände. 1990 versammeln sich Künstler und malen an der ehemaligen Berliner Mauer Kunstwerke, die Freiheit, Frieden und die Wiedervereinigung darstellen. 18 Jahre später werden die von Witterung und Immobilienspekulationen zerstörten Werke von den gleichen Künstlern im Rahmen eines Projekts neu gemalt: die East Side Gallery, heute eine Hauptattraktion für die Touristen, wird geboren. In den Neunziger Jahren und nach der Jahrtausendwende werden die Graffiti immer mehr. Nicht alle sind ungewollt: die Stadtbezirke und private Wohnungsbaugesellschaften geben die Kunstwerke im Auftrag. Zuletzt sorgte ein von der Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG im Auftrag gegebenen Kunstwerk für Empörung unter den Einwohnern der Wohnsiedlung Neheimer Straße in Tegel. Das weinende Mädchen und das von Pfeilen durchbohrte Mann würde die Kinder einer benachbarten Kita erschrecken und gegen den Geschmack verstoßen. Doch manchmal gehen auch die Künstler auf die Barrikaden. Im Dezember 2014 lässt der italienische Künstler Blu seine Werke in der Cuvrystraße in Kreuzberg schwärzen, um gegen den geplanten Verkauf des bis dahin frei zugänglichen Areals protestieren, auf dem ein Supermarkt und Wohnungen entstehen sollen. Und der Berliner Jim Avignon übermalt seine Graffiti auf der East Side Gallery mit dem Slogan „Money Machine“, um gegen die Kommerzialisierung der Street Art ein Zeichen zu setzen.

 

 

2 Kommentare zu „Streetart in Berlin Teil 1

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